Samstag, 15. Februar 2014

Fuerteventura 09. Februar bis 15. Februar

Hola und sonnige Grüße!

Heute nach fast 3 Wochen haben wir zwar den allerersten richtigen Regentag (was für das Schreiben des Blog-Eintrags natürlich praktisch ist), aber die ganzen Tage dieser Woche zuvor hatten wir Hochsommer!
Am Strand war es mitunter so heiß, dass man sich wirklich geradezu gezwungen sah sich ca. jede Stunde durch ein erfrischendes Bad im mittlerweile je nach Strand 22 bis 23 Grad warmen Meer zu erfrischen.
Dem Hochsommer-Wetter entsprechend hat es uns reichlich an die Strände verschlagen...

Mal an die ruhige Ostküste...


Mal an die wilde Westküste...


Nun, egal ob Ost- oder Westküste: der Hauptaugenmerk lag auf Baden, Sonnen und schlicht relaxen wie im folgenden Bild (bitte beachtet die schon stattliche Bräune der Beine!)...


Etwas mehr Action am Strand gab es für mich diese Woche jedoch auch!
Wie schon angekündigt habe ich mir ein Body-Board gekauft (ok - da ich es nicht mit nach Hause nehmen kann, habe ich erstmal kein echtes Profi-Teil gekauft, sondern eine Urlauber-Variante im Supermarkt, aber seine Funktion erfüllt es natürlich auch) und mich in die Wellen gewagt...

Wenn Profis damit im Wasser sind, dann kommen dabei durchaus solche Sequenzen raus:


Nun, davon bin ich natürlich noch gelinge gesagt weit, weit entfernt...
Aber ich muss sagen: ich habe keine schlechte Figur gemacht, oder!?:
(erst recht wenn man bedenkt - Erstversuch, mittlerweile 46 Jahre alt, Rückenprobleme...)






Insgesamt hat das richtig Spaß gemacht!
Einmal allerdings hat mich eine stattliche Welle satt erwischt und um die eigene Achse drehen lassen - so heftig, dass ich mit dem Rücken ein wenig schmerzhaft über den Meeresboden rutschte und das Brett (na ja - 8 Euro aus dem Supermarkt halt...) brach!


Von der Westküste habe ich ansatzweise ja schon in der Vorwoche geschwärmt...
Es ist jedes Mal wieder ein atemberaubender Anblick, wie die gleich folgenden Bilder zumindest in Ansätzen abzubilden vermögen:







Auch ganz schön, zufällig an einem einsamem Strand der Westküste entdeckt und so schön zum gestrigen Valentins-Tag passend das folgende Foto:



Ein Großteil der Fotoreihe von eben ist bei einer vierstündigen Küstenwanderung von El Cortillo im äußersten Nordwesten südwärts entstanden - wunderschön!
Sollte jeder Fuerteventura-Besucher machen!

In eine der einsamen Buchten musste man eine abenteuerliche, steile Steintreppe hinabsteigen mit unangenehm kurzen Stufen und rutschig durch den vielen Sand auf den Stufen:


Wenn man dann noch unten angekommen sieht, wie die Brücke "professionell" stabilisiert wurde, dann ist der Gedanke an den Wiederaufstieg nur bedingt angenehm:



Wir haben die Woche aber durchaus auch für Aktivitäten jenseits der Strände genutzt!

Gut, die Wanderung, von der ich jetzt kurz berichten möchte, beinhaltete auch einen Strand, aber der war nur Zwischenetappenziel...
Ganz im äußersten Südwesten der Insel liegt der fast sagenumwobene Strand von Cofete.
Da man dorthin nur auf einer viele Kilometer langen waghalsigen Schotterpiste kommt, empfehlen die meisten Reiseführer ausdrücklich, dass man nur mit einem Allrad-Fahrzeug dorthin fahren sollte.
Entsprechend einsam und unberührt ist es dort an dem wundervollen kilometerlangen Strand.
Und ebenso entsprechend haben wir mit unserem Miet-Kleinwagen ohne Allrad-Antrieb entschieden, dass wir dort lieber nicht mit dem Auto hinfahren, sondern eine von unserem Wander-Reiseführer wärmstens ans Herz gelegte Wanderung auf uns nehmen - 14 km, ein stattliches Bergmassiv rauf, die Aussicht von oben auf den einsamen Strand genießen, dann über teilweise satt steile Schotterpisten runter zum Strand kraxeln und nach einer Verschnaufpause am einsamen Strand die komplette Strecke zurück...
Das Ganze war reichlich anstrengend, aber definitiv ein Erlebnis!

Lassen wir die Bilder sprechen...

Auf dem folgenden Bild seht ihr im Hintergrund das Bergmassiv, das es zu erklimmen galt um es dann auf der anderen Seite wieder hinabzusteigen, dann wieder hinauf und auf der auf dem Foto zu sehenden Seite wieder hinunter:


Oben auf dem Gipfelkamm gab es dann wundervolle Ausblicke:




Und Zeit für eine Verschnaufpause:


Auf solchen Pisten ging es dann abwärts:


Unten erwartete uns dann der Strand von Cofete:




... und der wohl eigenwilligste (und doch unglaublich romantische) Friedhof, den wir je gesehen haben - mitten am Strand:


Ja, und während der Wanderung fällt wieder auf: die Wüste lebt!
Man trifft auf allerlei Wüstenpflanzen:




... und Tiere:

auf Esel:


Esel und Ziegen:


Schafe:


immer und immer wieder Ziegen:



und natürlich "ehemalige" Tiere:


Diese Wanderung war wirklich ein Erlebnis...

Ich habe leider nur einen Fehler gemacht, ich Depp... - mir war klar, dass das keine Flip-Flop-Wanderung wird und so habe ich mich richtiger Weise für Schuhe entschieden an diesem Tag, leider habe ich jedoch nicht an Socken gedacht...
Ihr müsst jetzt stark sein...
Nachdem ich vorhin mit Bodyboard so eine gute Figur machte gibt es nun ein Foto von den Folgen der Wanderung... satte Blasen schon nach der Hälfte der Strecke (!):


Das war kein Spaß...
Aber was soll's - auch das wird später mal eine schöne, unvergessliche Urlaubsimpression sein...

Und wo ich mich schon zum Depp mache...
"Natürlich" bin ich kürzlich auch in den Pool gesprungen und habe ganz vergessen, dass ich beim letzten Batteriewechsel meiner Armbanduhr den Billigheimer gegeben habe und auf den Faktor "wasserdicht" verzichtet habe... - Resultat: Armbanduhr kaputt!
Doch zum Glück gibt es "selbstverständlich" auch hier einen über die Insel tingelnden Wochenmarkt, der zu 90 % aus afrikanischen Händlern mit Fake-Produkten besteht - und so bin ich jetzt stolzer Besitzer einer Ferrari-Uhr (also Nils - keine Sorgen! Deine Freuden aus dem regelmäßigen Türkei-Urlaub sind auch hier realisierbar!):


So, das soll es für heute zum Thema Urlaubsimpressionen gewesen sein - ihr seht wir verbringen einen prächtigen Urlaub!


Nun komme ich natürlich wie jede Woche auch noch zum zweiten Aspekt unserer Reise - zur Frage wo wir in Zukunft leben werden...
In der vergangenen Woche hatte ich in diesem Zusammenhang bereits ausführlich unser Wunsch-Haus zum Kaufen und seine Vorzüge vorgestellt, parallel aber auch von den Problemen mit der Finanzierung berichtet - von wegen 20 % oder 30 % Eigenkapital-Einsatz u.s.w....

Die gute Nachricht: unsere Sachbearbeiterin ist wieder gesund und was ihr Vertreter nicht umsetzen konnte, hat sie binnen weniger Tage wieder hinbekommen - eine Finanzierung mit 20 % Eigenkapitaleinsatz.

Ein Grund zum Jubeln und damit eine Entscheidung für eine Zukunft auf Fuerteventura ist das allerdings mitnichten!...

Jetzt ist nämlich eine neue rein bürokratische Hürde aufgetaucht, die, wie es bürokratische Hürden ja gerne mal tun, unüberwindbar scheint...

Die verkaufende spanische Bank besteht darauf, dass das Geld innerhalb von 30 Tagen ab Reservierung des Hauses fließt - da gibt es keine Ausnahme...
Die finanzierende Bank in Deutschland braucht aber (vor allem weil sie einen eigenen Gutachter zur Begutachtung des Hauses schickt) 8 bis 10 Wochen bis zur endgültigen Bewilligung und damit Auszahlung...

Unsere Sachbearbeiterin kam auf die an sich gute Idee ob nicht eine "sanfte Reservierung" möglich sei, sprich ob unsere Maklerin hier nicht das Haus freundlicher Weise für die wenigen Wochen Diskrepanz für uns beiseite legen könnte und wir dann die offizielle Reservierung, ab der die 30-Tage-Frist läuft, halt erst in dem Moment des Gutachterbesuches durchführen könnten...
Die Maklerin würde das ja vielleicht sogar machen, aber sie hat leider nicht die Möglichkeit. Die von den Banken zum Verkauf stehenden Häuser werden nämlich von einem guten halben Dutzend Maklerbüros gleichzeitig angeboten! Selbst wenn unsere Maklerin also das Haus bis zum Gutachterbesuch nicht mehr anbieten würde - alle anderen Makler würden es weiter vertreiben...
Gute Idee also, aber leider auch nicht realistisch...

Und so ist es Stand heute so, dass nur noch wenig Hoffnung auf einen Kauf dieses konkreten Hauses hier und jetzt besteht...

Und damit kommen die Alternativen wieder in den Vordergrund...
Vielleicht in den noch mehr als 2 Wochen ein anderes Haus hier finden, das nicht von einer Bank verkauft wird und damit keiner 30-Tage-Frist unterliegt...
Vielleicht doch erst etwas hier auf der Insel mieten und dann vielleicht im nächsten Jahr etwas kaufen...
Oder vielleicht doch nach Bremen ziehen und dann versuchen zumindest für 2 Monate im Winter abzuhauen...
Oder vielleicht doch sogar in Köln bleiben...

Nun, wir halten euch auf dem Laufenden...
Diesbezüglich und natürlich auch bezüglich unserer Urlaubserlebnisse...

Bis zum nächsten Wochenende also!
Liebe Grüße
Kai & Stephie




Samstag, 8. Februar 2014

Fuerteventura 02. Februar bis 08. Februar

Hola!
Sonnige Grüße aus Fuerteventura!


Kaum hatte ich den Blog-Eintrag vom vergangenen Wochenende online gestellt (in dem ich ja noch berichtete, dass das Wetter zwar gut, aber doch auch noch ein wenig ausbaufähig sei), da wachten wir am nächsten Morgen auf und beim Blick aus dem Schlafzimmerfenster empfing uns diese Morgensonne:



Die Versprechungen eines solchen Sonnenaufgangs wurden in der vergangenen Woche vollauf erfüllt!
Tag für Tag war der Himmel annähernd wolkenlos und die Temperaturen lagen bei 21 Grad.
Nun, 21 Grad im Schatten!
Wenn das Auto mal etwas länger parkte, empfing einen beim Einsteigen schon ein wenig ein Glutofen und das durch das Stehen in der Sonne aufgeheizte Thermometer zeigte dann gerne mal 30 Grad Außentemperatur an.
Und so war diese Woche geprägt von schönen Wetter wie an einem guten, aber nicht gleich zu heißen Sommertag in Deutschland und damit dem Wetter entsprechend von viel Zeit an Küste und Strand...

Dem Streifenhörnchen-Wildlife-Bericht der Vorwoche können wir neue Kapitel folgen lassen...

Da bietet sich z.B. das gleich folgende Exemplar eines Fisches an - zwar offenkundig nicht mehr lebendig, aber eben früher Wildlife und im Gegensatz zu den possierlichen Streifenhörnchen eher einst von einer Sorte Tier, der man eigentlich nicht all zu nahe begegnen möchte. Zumindest mit Blick auf die Zähne...


Anstelle der Streifenhörnchen waren es dann am Donnerstag am Strand von El Cortillo zwei kleine Eidechsen, die hektisch kreuz und quer und ohne jede Scheu um uns herum wuselten.
Zunächst wurde eher beobachtend um uns herum geschlichen...


Dann gingen die zwei in die Offensive und enterten schnurstracks die Handtücher...


Gerade als kundige ehemalige Besitzer eines Terrariums waren wir bisher davon ausgegangen, dass Eidechsen in Sachen Nahrung einzig an Insekten interessiert sind; doch weit gefehlt: die Aufdringlichkeit der Echsen hatten wir unseren frisch zubereiteten vegetarischen Baguettes zu verdanken! Nachdem wir ein wenig Grünzeug abgegeben und es etwas abseits bereit gelegt hatten, war der Echsen-Terror vorbei...


Aber bleiben wir mal beim Thema Strand...

Die Wahl unseres Ferienhauses war schlussendlich ein reines Zufallsprodukt - getroffen durch Aspekte wie Verfügbarkeit, Preis und Optik...
Tja, zufällig Glück gehabt...
Im Nachhinein können wir nun nämlich sagen, dass die Lage gerade mit Blick auf die Vielfalt der Küste und der Strände Fuerteventuras ideal ist!

Zur Veranschaulichung noch einmal die Karte:


Der Ort, in dem unser Ferienhaus steht - Caleta de Fustes - liegt im Osten, vor allem aber von unten nach oben betrachtet genau in der Mitte der Insel und ist damit idealer Ausgangspunkt um alle besonders erwähnenswerten Strände in vernünftiger Zeit zu erreichen!

Wer im Meer vor allem entspannt Planschen und Baden will oder sogar kleinere Kinder dabei hat, der ist an der gesamten Ostküste am Besten aufgehoben.
Die mit Abstand schönsten reinen Badestrände findet man im Norden und im Süden der Ostküste.
Caleta de Fustes ist mit seiner Lage genau auf halber Strecke zwischen Norden und Süden insofern ideal gelegen.

Zu den Traumstränden der nördlichen Ostküste fährt man eine gute Dreiviertelstunde.
Gleich unterhalb von Corralejo beginnt ein 7 km langer Strandabschnitt mit eher ruhigem, smaragdgrün leuchtendem Wasser und einer ausgeprägten Dünen-Landschaft, deren Verwehungen und strahlend weißer Sand einem fast das Gefühl geben man habe sich direkt in die Sahara verirrt.




Zu den Traumstränden der südlichen Ostküste fährt man eine gute Stunde.
Zwischen Costa Calma und Morro Jable erstreckt sich u.a. die Playas de Sotavento.
Im Hintergrund karge, hohe Berge, davor gewaltige Dünen, an vielen Stellen eine leichte zu durchwatende Lagune und dann ein viele Kilometer langer und wundervoll breiter Sandstrand mit einem ganz, ganz flach abfallenden, kristallklarem Meer.







Und apropos Meer - selbst jetzt im Februar hat es auf jeden Fall 20 Grad!
Man kann wunderbar darin baden...
Schlicht ein Traum...



Einzig vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig... - FKK ist hier allgegenwärtig.
Nun ist es durch die Weitläufigkeit, die Einsamkeit und die unendlich vielen lauschigen, sichtgeschützten Plätze in den Dünen so, dass man das auch ganz wunderbar machen kann.
Gehört schon fast zum guten Ton und an vereinzelten Stellen fühlt man sich mit Badekleidung fast eher wie ein Fremdkörper als nackt...
Wir müssen ja zugeben, dass sogar auch wir dem Reiz der nahtlosen Bräune erlegen sind und uns hüllenlosen Bade- und Sonnenfreuden hingeben...
Aber manchmal ist es dann auch etwas schräg - gerade hier unten lieben es viele selbst ihre wirklich ausgedehnte Strandwanderung im Adam- und Eva-Kostüm zu absolvieren...


Nun ja...

Wer es wilder, rauer und damit sportlicher und von der Natur her noch optisch beeindruckender mag, der ist an der Westküste besser aufgehoben.
An Teilen der Strandabschnitte kann man durchaus auch Baden, aber Baden bedeutet dann hier eben doch nicht entspannt in langsam abfallenden Wasser seine Bahnen ziehen und die Kinder am Ufer Burgen bauen lassen. Hier geht man ins Wasser um sich von kräftigen Wellen erfrischen und umher wirbeln zu lassen.
Oder eben um gleich mit einem Board unter dem Arm echtes Surfen zu betreiben...
Der Westküste werde ich mich im Blog des nächsten Wochenendes ausführlich widmen.
An dieser Stelle nur soviel - auch für die Westküste liegt unser Feriendomizil ideal, obwohl es sich doch ganz im Osten befindet. Da die Insel von West nach Ost betrachtet, wie unschwer auf der Karte zu erkennen, nur sehr dünn ist, ist die Westküste von Caleta de Fuste je nach gewähltem Abschnitt in so ca. 30 bis 50 Minuten zu erreichen.
Aber dazu wie gesagt am nächsten Wochenende mehr...
Als Vorschau nur schon einmal zwei Bilder (wie ihr seht - ich gebe alles für das perfekte Foto...):





Caleta de Fustes - idealer Ausgangspunkt für die Ostküste, für die Westküste und ebenso fürs Landesinnere...
Dieser geografische Vorzug ist auch für den zweiten Abschnitt dieses Blog-Eintrags von großer Bedeutung...
Wir kommen also wieder zum Thema Auswanderung...

Und dabei ist Caleta de Fustes weiterhin von Bedeutung, da nach einem guten Dutzend Besichtigungsterminen zufällig sowohl unser wohl favorisiertes Mietobjekt als auch definitiv unser favorisiertes Kaufobjekt genau hier in Caleta de Fustes verortet sind.

Wenn ihr uns ggf. in Zukunft also hoffentlich jedes Jahr (!) besuchen kommt, dann wisst ihr jetzt schon einmal - egal wonach der Sinn euch spontan stehen mag: ob Nord, ob Süd, ob West - jedes Strandabenteuer liegt nicht allzu weit entfernt!

Für diejenigen unter euch mit Kindern ist es zudem von Vorteil, dass hier direkt in Caleta de Fustes in fast, ja, Fußgänger-Weite einer der kinderfreundlichsten Strände der gesamten Insel beheimatet ist.

Und gleich für alle - ob nun mit Kindern oder ohne - von Vorteil ist, dass der Flughafen nur 10 Minuten entfernt liegt!
Wenn am Donnerstag, den 20. Februar, mein Bruder und seine Freundin für ein verlängertes Wochenende hier einfliegen, dann werden Stephie und ich zur betreffenden Zeit ganz entspannt in der Sonne auf unserer Terrasse sitzen und wenn wir dann den Condor-Flieger vor uns vorbei schweben sehen, dann werden wir uns erst dann ganz gemütlich auf dem Weg zum Flughafen machen und können die Zwei trotzdem bereits wenige Minuten später am Terminal in Empfang nehmen...

Hm, die letzten Zeilen klangen eben natürlich schon nach sehr offensiver Zukunftsplanung...
Fast so als wäre das alles schon beschlossene Sache...
Tja, hier und jetzt: Zeit vorerst auf die Bremse zu treten!

Die Bremse ist nicht etwa deshalb von Nöten, weil wir ins Straucheln geraten sind!
Nein, vielmehr ist es einfach so, dass unser Schicksal fürs Erste nicht mehr in unseren Händen liegt...
Jetzt sind die Banker am Zuge!
Und für uns heißt es hoffen, bangen, abwarten und Geduld haben...

Erinnert ihr euch an die roten Häuser im Blog der Vorwoche!?
Eines davon soll es nun werden!
Zur Erinnerung:
Neubau hier in Caleta de Fustes.
Hanglage mit unverbaubarem Blick in die Berge und zum Meer, 148 qm, 4 Zimmer, 3 Bäder, große Dachterrasse, weitere Terrasse, große Einbauschränke, Gemeinschaftspool, wenige Minuten zum Einkaufen und zum Strand...

Das Haus erstreckt sich über 3 Etagen.
4 Zimmer stimmte nicht - es sind sogar 5 und für ein Haus in Top-Lage ist der Preis noch einmal ein klein wenig gesunken - auf 73.000 Euro.

Da es in den Hang hinein gebaut ist, betritt man das Haus sozusagen im obersten Geschoss, wo das Wohnzimmer mit offener Küche und die 25 qm Dachterrasse beheimatet sind.
Der Blick von der Dachterrasse ist ein Traum, wie sich auf den folgenden Fotos zumindest erahnen lässt:


Über eine Treppe gelangt man dann ins mittlere Geschoss - hier finden sich das Hauptschlafzimmer mit En-Suite-Badezimmer mit Dusche, ein Abstellraum mit Waschmaschinenanschluss, ein zweites Schlafzimmer und das zweite Badezimmer mit Whirlpool-Badewanne.

Für euch in Zukunft dann besonders interessant: das unterste Stockwerk...
Im untersten Stockwerk gibt es ein zweites Wohnzimmer, ein drittes Schlafzimmer, von dem direkt das dritte Bad (mit Dusche) abgeht und der aufgrund der Hanglage sozusagen unter der Erde liegende 17 qm große Innenhof.
Ja, und dieses unterste Stockwerk ist dann in unseren Vorstellungen der Gäste-Bereich - ihr hättet also bei euren Besuchen hier ein komplettes Stockwerk mit Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad und Außenbereich für euch... Und die Kinder könnten auch noch aufs zweite Schlafzimmer im mittleren Geschoss ausweichen...

Um die Hanganlage noch einmal zu verdeutlichen zwei Bilder von den Häusern:



Und nachstehend zusätzlich noch einmal der zur Anlage gehörende Pool mit phantastischer Aussicht und der ebenfalls zur Anlage gehörende Paddle-Platz (Paddle ist in Spanien weit verbreitet und grob gesagt eine Mischung aus Tennis und Squash):




Das Ganze ist wirklich hochwertig (wir haben Mitja unter der Woche das ausführliche Exposé geschickt und er stellte auch umgehend fest, dass das ja mal richtig gut aussieht) und so ist es kein Wunder, dass der Preis vor der Krise in Spanien für ein und dasselbe Haus 130.000 Euro betrug - nun 73.000 Euro - aktuell also ein Mega-Schnäppchen!

Ich gerate hier gerade ins Schwärmen... Puh...

Aber wie schon gesagt - jetzt liegt es in der Hand der Bank...
Seit heute liegt uns der Kaufvertrag vor, aber unterzeichnen können wir ihn halt erst wenn die Bank grünes Licht gibt...

An dieser Stelle gebührt Best Buddy und Nachbar Kai ein ausdrücklicher Dank!
Der gute Kai ist am Freitag in unsere Wohnung in Köln gestiefelt und hat erst einmal unsere Verdienstbescheinigungen zusammen gesammelt, kopiert und uns hier nach Spanien per E-Mail geschickt...
Wir sind ja eigentlich bekanntlich stets geradezu akribisch gut vorbereitet. Jedoch waren wir vor dem Abflug schon ehrlich gesagt nicht davon ausgegangen, dass es hier schon während dieses Urlaubs zu einem so ernsten Kaufinteresse kommen könnte. Und so hatten wir für einen Antrag auf eine Immobilienfinanzierung übliche Unterlagen (wie eben z.B. Verdienstbescheinigungen) nicht parat...

Dank der Mithilfe von Kai ist nun aber so gut wie alles beschafft, alles ausgefüllt, alles an die Bank versandt...
"Natürlich" wurde unglücklicher Weise die Mitarbeiterin, die uns schon von dem Versuch im letzten Jahr in Bremen etwas zu kaufen kennt, Anfang der Woche krank und so gestaltete sich das Ganze mit einem Vertreter zusätzlich aufwändiger, langsamer, schwieriger...
Das erste Angebot von der Bank war entsprechend noch etwas fehlerhaft.
Stand heute soll uns aber im Laufe des Montag ein neues konkretes Angebot vorliegen!
Also bitte: Daumen drücken!!!

Tendenziell klingt das Ganze äußerst vielversprechend...
Das letzte Angebot, das letztlich nur in Nuancen fehlerhaft war, sah zwei Varianten vor...
Die eine Variante würde eine monatliche Belastung von 450 Euro mit sich bringen. Gemessen an unserer schon letzte Woche genannten jetzigen Miete ein Witz! Aber die Krönung dabei - in dieser Variante mit 450 Euro im Monat wäre das Haus schon in 10,5 (!!!) Jahren komplett abbezahlt - die aktuellen Traumzinsen machen es möglich!
Die zweite Variante erstreckt sich über 20 Jahre (was ja immer noch wenig ist - die meisten Hausfinanzierungen laufen ja eher 30 Jahre) - dafür würde die monatliche Belastung sogar nur sage und schreibe 285 Euro betragen!
Überlegt mal!... - 285 Euro für so ein Haus!

Und an Nebenkosten (inkl. Poolreinigung etc., nur Wasser kommt noch dazu) kommen nur 54 Euro im Monat hinzu!

Angesichts unserer Einkommenssituation müsste eigentlich schon der Teufel seine Hände im Spiel haben um ein Nein von der Bank am Montag zu bekommen...

Aber wie bei jeder Immobilienfinanzierung gibt es noch einen bisher nicht behandelten Faktor...
Den Faktor "Eigenkapital"...
Und genau dieser Faktor macht uns noch etwas Angst...

Wie die meisten von euch haben wir nicht gerade erquickliche oder anders gesagt wirklich der Rede wert hohe Summen auf der hohen Kante...
Bis mindestens Montag ist noch strittig wie viel Eigenkapitaleinsatz die Bank verlangt.
Unsere Stammberaterin sprach von 20 % plus Übernahme der Nebenkosten (Notar, Grundbuch etc.), ihr Vertreter aber von sogar 30 %.

Nun, wir sind ja hier unter Familie und Freunden...
Mal offen formuliert:
Schon die erste Variante mit den 20 % bekommen wir nur mit einer freundlichen Teil-Leihgabe von Mitja hin...
285 Euro monatliche Belastung versetzen uns natürlich in eine zukünftig so rosige finanzielle Lage, dass so eine Leihgabe fürs Eigenkapital von Privat natürlich sehr schnell von uns zurückgezahlt werden könnte...
Ohne allzu schmerzhafte Einschränkungen für unseren Lebensalltag wären wir sicher in der Lage demjenigen monatlich bis zu 600 Euro zurückzuzahlen und bei so einer monatlichen Rückzahlungssumme wäre das Geld schnell wieder in der Tasche des edlen Starthilfe-Gebers...

Aber...
Aber 30 % Eigenanteil plus Nebenkosten - das würde dann gefühlt leider doch den Rahmen sprengen...
Schnäppchen hin oder her... Es ist zwar schön, wenn die regelmäßige Belastung Monat für Monat fast paradiesisch gering ist... Nutzt aber alles nichts, wenn die einmalige finanzielle Hürde am Start nicht zu wuppen ist...

Tja, und in diesem Sinne: bitte die Daumen drücken für den Montag!!!

So, mehr von uns am nächsten Wochenende...
Dann mit der Westküste, mit der direkten Umgebung von Caleta de Fuste, vermutlich meinem Start ins Surfer-Dasein und natürlich der Entscheidung von der Bank...

Viele Grüße
Kai & Stephie


Samstag, 1. Februar 2014

Fuerteventura 27. Januar bis 01. Februar 2014

So, es ist soweit - Sonntag steht an und damit der erste Blog-Eintrag, die ersten Grüße aus Fuerteventura!

Tja, was können wir nach den ersten fünf Tagen schreiben!? - Nun, uns geht es soweit sehr gut hier!
Die Einheimischen berichten uns zwar übereinstimmend, dass dies der wohl mit Abstand schlechteste Winter seit mindestens 10 Jahren auf Fuerteventura ist, aber gemessen am aktuellen Winter in Deutschland ist es hier für uns trotzdem auch aktuell eine Wucht!

Lassen wir doch einfach mal ein Bild sprechen:


Also - in der Tat: ein Minus an Wolken, ein Plus an konstanter Sonne und gleichzeitig ein, zwei oder drei Grad wärmer... - das wäre ideal! Aber wir sind bisher nicht wirklich nass geworden, wir hatten schon schöne Sonnenstunden und die Temperaturen lagen ausnahmslos zwischen 17 und 20 Grad...
Insofern können wir uns bereits aktuell glücklich schätzen, wissen aber auch, dass es besser geht und in den nächsten mehr als 4 Wochen sicher hoffentlich auch wird...

In den ersten Tagen war das Wetter aber auch noch gar nicht so wichtig - wir hatten genug andere Dinge um die Ohren.
Wie das ja immer so ist - der erste Tag ist ohnehin nicht der Rede wert. Da man erst im Laufe des Tages ankommt, ist es ohnehin nur ein halber Tag und diesen halben Tag verbringt man dann (so auch wir) eher mit typischen, wetterunabhängigen Basics - mit so Dingen wie sich mit den Gegebenheiten des Ferienhauses vertraut machen, den großen Basis-Einkauf im Supermarkt erledigen (was wir auch gleich am ersten Tag bei Lidl (ja, gibt es mittlerweile selbst auf Fuerteventura) getan haben) etc....
Ja, und die wenigen Folgetage bis heute waren wir dann vor allem auch mit dem Thema Immobilien beschäftigt... Aber dazu an späterer Stelle mehr...

Bleiben wir also fürs Erste noch beim Thema "Urlaub"...

Gleich an unserem ersten richtigen Urlaubstag ging es ans Eingemachte - mit einer 12 km langen Wanderung im Norden der Insel - nur wenige Minuten südwestlich von Corralejo!
Gut 4 1/2 Stunden waren wir auf einer Bergwanderung - teilweise ganz schön steil und auf Teilstrecken von schon fast abenteuerlich anmutenden Schotterpisten geprägt.
Diese gesamte Wanderung auf dem "Vulkanpfad von Lajares" ist eine Empfehlung wert. In besonderem Maße lohnenswert ist allerdings vor allem das erste Viertel der Wanderung, da es bereits den klaren Höhepunkt - den Vulkankrater des Calderón Hondo beinhaltet.


Der Krater kommt auf dem Foto natürlich nicht einmal ansatzweise so zur Geltung wie in Natur.
Aber ihr dürft uns glauben - wer keine 12 km wandern will, der sollte doch wenigstens die eine Stunde hin und zurück für den Gang zum Kraterrand auf sich nehmen - es lohnt sich!

Am Aussichtspunkt des Kraterrandes hatten wir dann auch gleich unser erstes "Wildlife-Adventure"!
Na ja, was sich so Wildlife nennt...
Dort am Kraterrand so hinunter schauend machten wir schnell ein Streifenhörnchen aus. Nach nur wenigen Minuten umgab uns eine ganze Bande von Streifenhörnchen; und der Begriff "Bande" ist bewusst gewählt. Die kleinen Kerle kannten keine Scheu - von allen Seiten her huschten sie um uns herum. Schnell trennten die Tiere und uns oft nur noch Zentimeter und es schien nur eine Frage der Zeit, wann das erste Streifenhörnchen auf unserem Schoß oder auf unserem Kopf Platz nehmen würde.


Nun sind Streifenhörnchen per se natürlich nicht gerade angsteinflößende Raubtiere, aber die Bande wuselte so schnell und kreuz und quer um uns herum, dass doch eine gewisse unangenehme Hektik aufkam und zumindest Stephie die erste kleine Panikattacke packte...


Während ich locker weiter fotografierte...
Ok - zugegeben - das Foto entstand vor dem Auftritt der Bande...


Von Mittwoch bis einschließlich Samstag waren wir dann vor allem mit dem Thema Immobilien beschäftigt - diese Tage bestanden zu 50 % aus der Besichtigung von Objekten und zu 50 % aus Urlaub...

Sehr schön in Sachen Urlaub war z.B. noch die Bucht von Los Molinos - 20 min. nördlich der ehemaligen Inselhauptstadt Betancuria an der Westküste der Insel.
Wie an nicht wenigen Stellen an der Westküste bildet sich auch in der Bucht von Los Molinos im Sommer ein schöner Sandstrand, im Winter aber ist vom Sand nichts übrig - Steine beherrschen die Bucht und ein stattlicher Wellengang macht Baden eher unmöglich. Dafür ist es aber ein wunderschönes Natur-Schauspiel, das einfach dazu einlädt sich hinzusetzen, sich fallenzulassen und einfach zu genießen...





So, bevor ich den Schwerpunkt nun gleich eher auf den anderen Aspekt unseres Urlaubs hier lege, zur heutigen und zukünftigen Orientierung beim Lesen dieses Blog mal eine Landkarte:


Der Name Corralejo (ganz oben im Norden) fiel schon und gerade eben der Name Betancuria (im Westen - genau in der Mitte).
Unser Ferienhaus, über das wir nächste Woche dann auch einmal ein wenig berichten, liegt übrigens in Caleta de Fustes - im Osten - genau in der Mitte - fast genau gegenüber von Betancuria...


So, aber nun wie schon angekündigt zum anderen Aspekt unser Aufenthaltes hier...

Eigentlich fast schon seit dem Tag, an dem wir ein Paar wurden (und dieser Tag jährt sich am kommenden 8. September zum neunundzwanzigsten (!!!) Mal), sprechen wir davon im Alter Deutschland zu verlassen um irgendwo in der Sonne zu leben.
Seit nun auch schon bald gut 20 Jahren sind Florida oder Arizona unsere primären Wunschziele dafür.

Eine Einwanderung in die USA jedoch ist mittlerweile fast unmöglich...
Peng - Traum also im Arsch...

Sicher als Initialzündung auch beeinflusst von einem ehemaligen Kollegen, der seit Jahren schon ein Haus auf Fuerteventura hat, setzte sich jüngst Fuerteventura als Alternative in unseren Köpfen fest.

Und diese Alternative macht auf dem Papier Sinn!
Echt!? Warum!?

Nun...
Erstens hat man auf der "Insel des ewigen Frühlings", wie Fuerteventura gerne auch liebevoll genannt wird, das ganze Jahr über Sonnenwetter - mit sage und schreibe im Schnitt ganzen 30 (!!!) Tagen Regen im Jahr und selbst im kältesten Monat im Jahr, dem Januar, durchschnittlich 18 Grad Tagestemperatur.
Ein Wetter also, das dem im Florida und Arizona sehr nahe kommt...

Zweitens weist gerade Fuerteventura eine Natur auf, die wie eine Mischung aus Florida und Arizona anmutet.
Wie in Florida - Meer, unendlich Küste, Traumstrände auf der einen Seite und wie in Arizona auf der anderen Seite im Landesinneren kahle Berge und Sand- und Gesteinwüsten...

Während nicht wenige gerade wegen diesem landschaftlichen "Arizona-Aspekt" Fuerteventura als zu ungrün eher wenig abgewinnen können, lieben wir genau diese Natur!

Ja, und deshalb macht Fuerteventura für uns Sinn!
Als Äquivalent und/oder perfekte Symbiose aus Arizona und Florida!

Soweit zur Theorie...

In den 5 Wochen auf Fuerteventura gilt es natürlich aber nun unbedingt auch ein Gefühl dafür zu entwickeln ob die Theorie der Realität standhalten kann...

Bevor ich zu ersten Einschätzungen dazu komme, nun aber nach viel Text auch mal wieder ein paar Bilder... - wie hieß schon der Disney-Tierfilm-Klassiker!? - "Die Wüste lebt"!
So etwas wie auf den folgenden Fotos... - das ist (neben dem Meer) die Natur, die unsere Herzen höher schlagen lässt...







Schon in den letzten Wochen vor diesem Urlaub haben wir uns ausgiebig mit der Frage beschäftigt ob unsere gemeinsame Zukunft auf Fuerteventura liegen könnte.

In diesen Vorwochen haben wir vor allem viel gerechnet...
- Wie hoch wäre meine Pension, wenn Stephie nicht mehr arbeiten würde (besserer Ortszuschlag, bessere Steuerklasse etc....);
- Wie hoch wäre Stephies Rente später einmal, wenn sie jetzt demnächst aufhört zu arbeiten;
- Was kostet die freiwillige Krankenversicherung für Stephie;
- Wie hoch muss meine Risiko-Lebensversicherung sein um Stephie für den Fall abzusichern, dass mir etwas passiert und sie plötzlich allein da stünde;
- Wie hoch wäre die Witwenpension in so einem Fall;
- Welche Dinge im alltäglichen Leben sind uns wirklich wichtig und was müssen wir dafür genau im Jahr veranschlagen
u.s.w....
Schnell und doch äußerst gründlich sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass all diese Aspekte keine Hürde darstellen - alles gut machbar, tragbar, vertretbar...

Die andere Seite bilden natürlich die Kosten für einen vernünftigen Lebensalltag auf Fuerteventura...
Da wären zum Einen die Kosten für ein Dach über dem Kopf - egal ob nun gekauft oder gemietet...
Und zum Anderen natürlich die sonstigen Lebenshaltungskosten - Essen, Benzin etc....

Erste Erkenntnisse in Sachen Lebenshaltungskosten gibt es schon.

Manche Lebensmittel sind etwas günstiger als in Deutschland (z.B. H-Milch), viele Lebensmittel sind fast auf den Cent gleich teuer, durchaus so einige Lebensmittel sind etwas teurer als in Deutschland (kein Wunder - Deutschland gilt nicht umsonst als das Schlaraffenland in Sachen Lebensmittelpreise...), einige wenige auch deutlich teurer (verrückte Welt... - eine Ananas kostete uns nicht 2 Euro, wie in der Regel in Deutschland, sondern 4 Euro, obwohl sie ganz nahe - auf El Hierro, einer der anderen kanarischen Inseln, wächst...).
Alles in allem würde ich so auf den ersten Blick sagen - für Lebensmittel muss man auf Fuerteventura sicher 10 bis 15 % mehr ausgeben als in Deutschland.

Hingegen deutlich günstiger ist z.B. Benzin.
Der aktuelle Diesel-Preis beträgt 1,04 Euro, der Preis für einen Liter Super 1,08 Euro! Und was mittlerweile in Deutschland, wo die Preise an der Tankstelle täglich dreimal wechseln, unvorstellbar ist  - die Preise an der Zapfsäule sind konstant - von Montag bis Samstag keine einzige Veränderung.

Strom ist ebenfalls deutlich billiger - während für die Kilowattstunde in Deutschland inzwischen 0,25 Euro anfallen, sind es hier aktuell nur so ca. 0,14 Euro.
Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von sagen wir mal 3.000 Kilowattstunden im Jahr sind das 330 Euro weniger Stromkosten im Jahr.

Ebenfalls deutlich günstiger sind zwangsläufig die Wohnnebenkosten - na ja, kein Wunder - allein schon dadurch, dass der komplette Nebenkosten-Punkt "Heizkosten" hier zu einhundert Prozent wegfällt...

Und damit sind wir dann auch, last but not least für heute, bei den Immobilien angelangt.

Die sinnvollste Lösung für uns wäre es sicher im Sommer hier zunächst ein Haus zu mieten - sogenannte Langzeitmieten für Menschen, die hier über eine Zeit von mehreren Monaten hinweg verweilen wollen, sind hier gang und gäbe.
In den Monaten der Langzeitmiete könnten wir uns dann in Ruhe umschauen wo auf der Insel wir was konkret kaufen wollen...
Wenn uns allerdings schon in diesen Wochen das Traumhaus zum Kaufen vor die Füße fallen sollte, dann... ja, dann...

Hier in Spanien sind die Folgen der Wirtschaftskrise unverändert massiv zu spüren.
Zu Zeiten des Wirtschaftsrausches und Baubooms lebten hier plötzlich wohl an die 150.000 Menschen (unter anderem sehr, sehr viele Saisonarbeiter vom spanischen Festland) auf der Insel und entsprechend hat man für so ein Bevölkerungswachstum geplant und gebaut.
Den Menschen wurden die Kredite verantwortungslos in den Rachen geworfen - wie formulierte es vorgestern uns gegenüber jemand...: "Jemand, der sich eigentlich nie und nimmer einen Haubau für 300.000 Euro leisten konnte, bekam nicht nur 300.000 Euro bewilligt, sondern gleich 600.000 Euro aufgeschwatzt - so nach dem Motto: "Bauen Sie doch lieber gleich 2 Häuser - eines für sich und eines als Kapitalanlage!""...
Mit der Wirtschaftskrise wurden die Menschen massenweise arbeitslos und zahlungsunfähig und mit dem Platzen der Immobilienblase ging die Einwohnerzahl aber auf aktuell wieder unter 100.000 Menschen zurück...
Die allgemein negative Folge seht ihr beispielhaft auf den nächsten zwei Fotos - ganze Siedlungen bilden überall auf der Insel als Bauruinen echte Schandflecke... - mal kaum erst begonnen, mal halbfertig...



Die positive Folge für uns... - die Preise sind im Keller für Hauskauf wie auch für Vermietung...

Ein Haus mit 3, 4 oder zum Teil sogar 5 Zimmern, oft überdies in einer Wohnanlage mit großem Gemeinschaftspool und/oder netten Gimmicks wie Tennisplätzen etc., mietet man hier für so ca. 400 bis 600 Euro - inkl. Nebenkosten versteht sich...
Ein solches Haus kaufen kann man je nach Ausstattung mit etwas Glück für irgendwo zwischen im Schnitt 60.000 und 100.000 Euro. Bei den aktuellen Bankkonditionen und einem kleinen Einsatz von Eigenkapital wäre das eine Rate an die Bank von irgendwo zwischen 300 und 500 Euro...
Nur mal zum Vergleich... - unsere Warmmiete in Köln beträgt aktuell 1.150 Euro...

Um noch konkreter zu werden mal ein optisches Beispiel:

Auf den folgenden 3 Fotos seht ihr ein Reihenhaus - Neubau hier in Caleta de Fustes.
Hanglage mit unverbaubarem Blick in die Berge und zum Meer, 148 qm, 4 Zimmer, 3 Bäder, große Dachterrasse, weitere Terrasse, große Einbauschränke, Gemeinschaftspool, wenige Minuten zum Einkaufen und zum Strand...




Kaufpreis schlüsselfertig: 75.000 Euro...
Ja, da ist man baff...

Und das Ganze ist nur ein Beispiel...

Weitere Beispiele liefern wir euch am nächsten Sonntag...
Aber nicht nur das - deutlich mehr als heute werden wir euch am nächsten Sonntag auch mit Urlaubsimpressionen unterhalten!

Zu guter Letzt noch das Allerwichtigste an dieser Stelle:
GUTE BESSERUNG, RAINER!!!
(Kaum waren wir hier, ereilte uns die Nachricht, dass Stephies Vater einen Herzinfarkt erlitten hat! Zum Glück ist er schon wieder den Umständen entsprechend erstaunlich wohlauf! Aber trotzdem auch so ein Momentum... Ein Momentum, das einen in unserer Situation denken lässt: "Wer weiß wie lange du lebst... Suche und Finde dein Glück jetzt und denke nicht immer, dass alles noch Zeit hat!" Wie schrieb ich schon im ersten Beitrag letzte Woche: "Noch sind wir jung und haben Mut und Kraft..."
Aber - alles nur Momentaufnahmen...
Wir halten euch über unsere Gedanken und Erlebnisse auf dem Laufenden...

Also - mit einem Foto von uns auf unserer Terrasse, auf der wir in etwa genau so auch gerade sitzen - draußen um 19.45 Uhr Ortszeit mit von Stephie klein geschnittener Ananas und einem kleinen Glas Wein - grüßen wir euch alle!

Macht es gut! Bis nächsten Sonntag
Liebe Grüße
Kai & Stephie